Historisches russisches Holzhaus in der Alexandrowka in Potsdam

Russische Kolonie Alexandrowka

Die Russische Kolonie Alexandrowka gehört zu den ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Potsdams.

Zwischen historischen Holzhäusern, großen Gärten und alten Obstbäumen scheint die Zeit ein wenig stehen geblieben zu sein.

Die Siedlung wurde 1826 und 1827 auf Wunsch König Friedrich Wilhelms III. angelegt und nach dem verstorbenen russischen Zaren Alexander I. benannt.

Heute gehört Alexandrowka zur UNESCO-Welterbestätte „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“.

Adresse

Russische Kolonie Alexandrowka
Alexandrowka
14469 Potsdam

Museum

Im Haus Nr. 2 befindet sich das Museum Alexandrowka.

Dort können Besucher eines der historischen Häuser auch von innen kennenlernen.

Besuch

Die Kolonie selbst lässt sich frei bei einem Spaziergang entdecken.

Für Museum und Gartencafé gelten eigene Öffnungszeiten.

Eine russische Siedlung mitten in Potsdam

Alexandrowka entstand als Wohnsiedlung für russische Sänger, die nach den Napoleonischen Kriegen in Potsdam geblieben waren.

Die Häuser wurden im russischen Stil errichtet und von großzügigen Gartenanlagen umgeben.

Die Gestaltung der gesamten Anlage wurde wesentlich von Peter Joseph Lenné geprägt.

Bis heute bestimmen dunkle Holzhäuser, Obstgärten und breite Grünflächen das besondere Erscheinungsbild der Kolonie.

Museum Alexandrowka

Im Haus Nr. 2 befindet sich heute das Museum Alexandrowka.

Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Kolonie, ihrer Bewohner und der engen Beziehungen zwischen dem preußischen und russischen Herrscherhaus.

Historische Wohnräume, Dokumente und weitere Ausstellungsstücke vermitteln einen Eindruck vom Leben der ehemaligen Bewohner.

Historische Obstgärten

Einen besonderen Teil der Alexandrowka bilden die großen Gärten rund um die Häuser.

Bereits bei der ursprünglichen Anlage spielte der Obstbau eine wichtige Rolle.

Heute wachsen hier wieder zahlreiche historische Obstsorten. Dadurch ist Alexandrowka nicht nur architektonisch, sondern auch gartenhistorisch besonders interessant.

Alexander-Newski-Gedächtniskirche

Oberhalb der Kolonie auf dem Kapellenberg befindet sich die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Gedächtniskirche.

Der kurze Spaziergang hinauf zur Kirche lohnt sich und ergänzt einen Besuch der Alexandrowka sehr schön.

Alexander-Newski-Gedächtniskirche bei der Alexandrowka in Potsdam

Gartencafé

Direkt beim Museum befindet sich ein kleines Gartencafé.

Bei schönem Wetter lässt sich hier zwischen den historischen Obstgärten eine angenehme Pause einlegen.

Unser Tipp

Verbinden Sie Alexandrowka mit dem Pfingstberg.

Nach einem Rundgang durch die Russische Kolonie können Sie zur Alexander-Newski-Kirche hinaufgehen und anschließend weiter zum Belvedere auf dem Pfingstberg spazieren.

Dort erwartet Sie einer der schönsten Aussichtspunkte Potsdams.

Wie viel Zeit sollten Sie einplanen?

Für einen Spaziergang durch die Russische Kolonie reichen ungefähr 45 bis 60 Minuten.

Mit Museum, Gartencafé und Alexander-Newski-Kirche sollten Sie etwa eineinhalb bis zwei Stunden einplanen.

Anreise

Die Russische Kolonie liegt nördlich der Potsdamer Innenstadt und lässt sich auch sehr gut zu Fuß erreichen.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln können Sie bis zur Haltestelle „Am Schragen“ fahren.

Direkt an der Kolonie gibt es nur begrenzte Parkmöglichkeiten. Daher empfiehlt sich besonders die Anreise zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.