Heilandskirche Sacrow direkt an der Havel in Potsdam

Heilandskirche am Port von Sacrow

Die Heilandskirche am Port von Sacrow gehört zu den außergewöhnlichsten Kirchen Potsdams.

Direkt am Ufer der Havel gelegen, scheint das Gebäude beinahe auf dem Wasser zu stehen.

Die Verbindung aus italienisch anmutender Architektur, freistehendem Glockenturm und der ruhigen Landschaft macht diesen Ort besonders sehenswert.

Adresse

Heilandskirche Sacrow
Fährstraße
14469 Potsdam

Besichtigung

Der Park und die Außenanlagen sind frei zugänglich.

Für die Kirche selbst gelten besondere Öffnungs- und Besichtigungszeiten.

Zeit einplanen

Kirche und Umgebung:
ca. 45–60 Minuten

Mit Spaziergang durch Sacrow:
ca. 1,5–2 Stunden

Eine Kirche direkt am Wasser

Die Heilandskirche wurde Mitte des 19. Jahrhunderts nach Plänen des Architekten Ludwig Persius errichtet.

König Friedrich Wilhelm IV. hatte großen Einfluss auf die Gestaltung und wünschte sich ein Bauwerk im Stil frühchristlicher italienischer Kirchen.

Besonders auffällig ist die offene Säulenhalle, die das Gebäude umgibt und ihm ein mediterranes Erscheinungsbild verleiht.

Der Campanile

Direkt neben der Kirche steht der freistehende Glockenturm.

Zusammen mit der Kirche und der Lage am Wasser bildet er eines der bekanntesten Motive der Potsdamer Kulturlandschaft.

Eine besondere Lage an der Havel

Die Kirche liegt unmittelbar am Jungfernsee und am Sacrower See.

Von der Uferpromenade eröffnet sich ein weiter Blick über das Wasser und die umliegende Landschaft.

Besonders bei ruhigem Wetter und am späten Nachmittag ist die Umgebung sehr stimmungsvoll.

Heilandskirche Sacrow mit Kreuz und historischem Kirchenbau

Die Kirche während der deutschen Teilung

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Heilandskirche unmittelbar im Grenzgebiet zwischen der DDR und West-Berlin.

Der Bereich rund um die Kirche gehörte zum streng kontrollierten Grenzstreifen und war für die Öffentlichkeit kaum zugänglich.

Das Gebäude verfiel über viele Jahre und wurde erst nach dem Ende der deutschen Teilung umfassend restauriert.

UNESCO-Welterbe

Die Heilandskirche und der Sacrower Park sind Teil der Potsdamer Kulturlandschaft und gehören zum UNESCO-Welterbe „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“.

Dadurch ist Sacrow nicht nur ein landschaftlich, sondern auch kulturhistorisch besonders bedeutender Ort.

Schloss und Park Sacrow

Direkt neben der Kirche befinden sich Schloss Sacrow und der historische Park.

Die Parkanlage wurde von Peter Joseph Lenné gestaltet und fügt sich harmonisch in die Landschaft rund um Kirche, Schloss und Havel ein.

Unser Tipp

Nehmen Sie sich Zeit für einen Spaziergang am Wasser.

Die Heilandskirche wirkt besonders schön in Verbindung mit der umliegenden Landschaft.

Ein kurzer Rundgang durch den Park und entlang des Havelufers lohnt sich deshalb auch dann, wenn die Kirche selbst gerade nicht geöffnet ist.

Wie viel Zeit sollten Sie einplanen?

Für die Kirche und die unmittelbare Umgebung sollten Sie etwa 45 bis 60 Minuten einplanen.

Wenn Sie zusätzlich durch den Sacrower Park spazieren, sollten Sie etwa eineinhalb bis zwei Stunden einplanen.

Anreise

Sacrow liegt etwas außerhalb des Potsdamer Stadtzentrums.

Die Anreise ist sowohl mit dem Auto als auch mit dem Fahrrad möglich. Besonders schön ist Sacrow als Ziel einer Fahrradtour durch die Potsdamer Seen- und Parklandschaft.

Parkmöglichkeiten in der unmittelbaren Umgebung sind begrenzt. An gut besuchten Tagen empfiehlt es sich daher, etwas zusätzliche Zeit einzuplanen.