Glienicker Brücke über die Havel zwischen Potsdam und Berlin

Glienicker Brücke – Brücke der Spione

Die Glienicker Brücke verbindet Potsdam mit Berlin und gehört zu den geschichtsträchtigsten Orten der Region.

Ihre besondere Lage zwischen Jungfernsee und Glienicker Lake, die Aussicht auf die Potsdamer Kulturlandschaft und ihre Rolle während des Kalten Krieges machen sie zu einem außergewöhnlichen Ausflugsziel.

Weltweit bekannt wurde sie als „Brücke der Spione“.

Adresse

Glienicker Brücke
Berliner Straße
14467 Potsdam

Besichtigung

Die Brücke ist frei zugänglich und kann jederzeit besichtigt werden.

Der Besuch ist kostenlos.

Zeit einplanen

Nur Brücke:
ca. 20–30 Minuten

Mit Spaziergang:
ca. 1–2 Stunden

Eine Brücke zwischen Potsdam und Berlin

Die Glienicker Brücke überspannt die Havel und verbindet die Berliner Vorstadt in Potsdam mit dem Berliner Ortsteil Wannsee.

Die heutige markante Stahlkonstruktion wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet und ist bis heute eine wichtige Verbindung zwischen Potsdam und Berlin.

Schon allein wegen ihrer Lage lohnt sich ein Besuch. Von der Brücke eröffnet sich ein weiter Blick über die Havel und die umliegende Seen- und Parklandschaft.

Die Brücke der Spione

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlief auf der Glienicker Brücke die Grenze zwischen Potsdam und West-Berlin.

Während des Kalten Krieges war die Brücke für den normalen Personenverkehr weitgehend gesperrt und wurde zu einem streng kontrollierten Grenzübergang.

Internationale Bekanntheit erlangte sie durch mehrere Austauschaktionen von Agenten und Gefangenen zwischen Ost und West.

Detailansicht der Glienicker Brücke in Potsdam

Die ehemalige Grenze

Noch heute lassen sich auf und rund um die Brücke Spuren der deutschen Teilung entdecken.

Die ehemalige Grenze verlief direkt über die Mitte der Brücke. Hinweise und Informationstafeln erinnern an die damalige Situation und die Bedeutung dieses Ortes.

Am 10. November 1989, einen Tag nach dem Fall der Berliner Mauer, wurde die Glienicker Brücke wieder für den Verkehr geöffnet.

Eine besondere Aussicht

Von der Glienicker Brücke bietet sich ein schöner Blick auf die Potsdamer und Berliner Seenlandschaft.

Zu sehen sind unter anderem Teile des Park Babelsberg, die Umgebung von Schloss Glienicke und die weitläufige Havellandschaft.

Spaziergang entlang der ehemaligen Grenze

Wer sich näher für die Geschichte der deutschen Teilung interessiert, kann den Besuch der Brücke mit einem Spaziergang durch den Neuen Garten verbinden.

Entlang der Strecke erinnern Informationstafeln an den ehemaligen Grenzverlauf, die Grenzanlagen und das Leben an der innerdeutschen Grenze.

Villa Schöningen

Direkt an der Potsdamer Seite der Glienicker Brücke befindet sich die historische Villa Schöningen.

Das Gebäude liegt unmittelbar am ehemaligen Grenzübergang und wird heute für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Filmgeschichte

Die Glienicker Brücke wurde auch international durch Film und Fernsehen bekannt.

Für Steven Spielbergs Film „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ wurde die Brücke als Originalschauplatz genutzt.

Unser Tipp

Verbinden Sie die Glienicker Brücke mit dem Neuen Garten.

Besonders schön ist ein Spaziergang vom Marmorpalais durch den Neuen Garten über Schloss Cecilienhof bis zur Glienicker Brücke.

So verbinden Sie Potsdamer Schloss- und Parklandschaft mit einem wichtigen Ort der jüngeren deutschen Geschichte.

Wie viel Zeit sollten Sie einplanen?

Für die Brücke selbst reichen etwa 20 bis 30 Minuten.

Wenn Sie den Besuch mit einem Spaziergang durch den Neuen Garten oder entlang des ehemaligen Grenzverlaufs verbinden, sollten Sie etwa eineinhalb bis zwei Stunden einplanen.

Anreise

Die Glienicker Brücke liegt am östlichen Rand Potsdams direkt an der Grenze zu Berlin.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie die Brücke über die Haltestelle „Glienicker Brücke“.

Auch mit dem Fahrrad lässt sich die Brücke sehr gut erreichen und in eine längere Tour entlang der Havel integrieren.